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Das geht schnell und passiert unzähligen Verbrauchern: Plötzlich geht ein teures Haushaltsgerät kaputt, am Familienauto steht eine größere Reparatur an oder es wird ein Umzug nötig. Das Geld hierfür ist nicht eingeplant gewesen, sodass schon unverhoffte Beträge von unter 1.000 Euro die Haushaltskasse überfordern können. Der Gang zur Hausbank ist nicht erfolgreich, da diese wegen des schlechten Schufa-Scores oder eines bereits bestehenden Kredits nicht bereit ist, Geld zu verleihen. Aber ein Blick ins Internet oder den Anzeigenteil der Tageszeitung genügt, um schnell hilfreiche Kreditgeber zu finden. Ist es tatsächlich so einfach?

 

Schon seit Jahren eine Verbraucherfalle: Kreditbetrüger

Jedes Jahr geraten in Deutschland etwa 400.000 Menschen an Kreditbetrüger. Das ist das Ergebnis einer Studie der Schufa aus dem Jahr 2012. Eine unglaublich hohe Zahl, bei der man sich fragen muss: Ist es so einfach, so viele Menschen hinters Licht zu führen? Vermutlich ja, wenn sich diese Menschen in einer Notsituation befinden und bereit sind, den Versprechen der Betrüger zu glauben.

Als besonders erfolgreich hat sich diese Masche herausgestellt:

Den Kreditsuchenden wird schriftlich mitgeteilt, dass ihr Kreditwunsch gute Aussichten habe, in der beantragten Höhe genehmigt zu werden. Um das Verfahren abzuschließen, müsse jedoch vorab eine Bearbeitungs- oder Vermittlungsgebühr überwiesen werden. Darauf gehen die meisten Kunden ein, da sie keine andere Möglichkeit sehen, an das benötigte Geld zu kommen. Den Kredit erhalten sie allerdings nicht und hören nie wieder etwas von dem Anbieter. Diese „Kreditvermittler“ haben sehr oft seriös erscheinende Internetauftritte, die Elemente enthalten, die den Kunden Vertrauen einflößen sollen: Sie enthalten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, eine breite Produktpalette, die (angeblich) häufig gestellten Fragen (FAQ) oder gar Rückmeldungen von zufriedenen Kunden. Sie sind mit Anzeigen bei Facebook vertreten und tauchen in den Ergebnislisten von Google auf den vorderen Plätzen auf. Oft ähneln ihre Firmennamen sogar denen von großen und bekannten Anbietern.

 

So können Kreditbetrüger erkannt werden

Manche Anbieter machen es den Kreditinteressenten leicht, sie als unseriös zu enttarnen: Sie versenden unaufgefordert massenhaft E-Mails, die in gebrochenem Deutsch einen Kredit anpreisen. Bei den meisten muss jedoch genauer hingesehen werden:

  • Vor der Kontaktaufnahme sollte immer eine Internetrecherche über den Kreditvermittler durchgeführt werden. Oft klärt sich dabei, ob es sich tatsächlich um ein namhaftes Unternehmen handelt. Entsprechende Verbraucherforen geben hier wertvolle Hinweise.
  • Seriöse Kreditvermittler verlangen keine Gebühren für ihre Beratung, die Übersendung von Informationsmaterial oder die Nutzung der Kunden-Hotline.
  • Außerdem erheben sie entweder keine Gebühren für die Kreditvergabe oder fordern diese erst dann, wenn der Kreditbetrag auf das Konto des Kunden überwiesen worden ist.

 

Gibt es seriöse Anbieter von schufafreien Krediten?

Ja, es gibt sie, aber deren Kunden sollten sich klarmachen, dass sich Geldinstitute bei einem schlechten Schufa-Score ihres Kunden gegen das Ausfallrisiko absichern. Das tun sie, indem sie deutlich höhere Zinsen verlangen, die sogar über dem Dispo-Zinssatz für Girokonten liegen können. Manche vergeben auch nur dann einen Kredit an aus ihrer Sicht problematische Kunden, wenn diese vorab eine Restschuldversicherung abschließen – wodurch weitere Kosten entstehen.

Der Schweizer Kredit

Eine andere Möglichkeit, einen Kredit zu erhalten, ohne dass eine Schufa-Auskunft eingeholt oder die Hausbank involviert wird, ist der Schweizer Kredit. Er wird von in der Schweiz ansässigen Kreditinstituten angeboten und ist in der Regel auf vergleichsweise geringe Beträge von bis zu 3.500 Euro beschränkt, die in 40 Monatsraten abbezahlt werden. Die Absicherung der Banken erfolgt hier über das Einkommen der Kunden: Nur Antragsteller, die über einen unbefristeten Arbeitsvertrag sowie ein regelmäßiges und verlässliches monatliches Mindesteinkommen in einer bestimmten Höhe verfügen, kommen für die Schweizer Banken überhaupt infrage. Das schließt Selbstständige ebenso aus wie Arbeitslose, Freiberufler oder Studenten. Außerdem müssen die Antragsteller die deutsche Staatsbürgerschaft haben und zwischen 18 und 57 Jahre alt sein. Für Kunden, die in den ostdeutschen Bundesländern leben, gilt ein Höchstalter von 55 Jahren. Werden die vereinbarten Raten nicht ordnungsgemäß gezahlt, greift die Bank notfalls mit einer Gehaltspfändung auf das Konto ihres Kunden zu. Neben dem Vorteil, dass der Kredit weder der Schufa noch der Hausbank eines Kreditnehmers bekannt ist, sind die Diskretion und die sehr schnelle Antragsbearbeitung durch die Institute weitere Vorzüge dieser Kreditart.

Der Liechtensteiner Kredit

Ein Kredit ohne Schufa von bis zu 5.000 Euro wird seit einigen Jahren auch von einer Liechtensteiner Bank angeboten. Das Kreditinstitut setzt bei den Antragstellern, die einen Liechtensteiner Kredit wünschen, allerdings ein höheres regelmäßiges Monatseinkommen und eine länger dauernde Festanstellung als bei einem Schweizer Kredit voraus.

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